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Nein , fürchten tat sich Ric wahrlich nicht , im Gegenteil sie genoss die Nähe des Kerls mehr als gut für sie war . Still lauscht sie der Geschichte und mit jedem Satz wurd Ric trauriger , zu bekannt war ihr jene Sage doch . An jeder Stadt am Rhein erzählte man von jener Maid und doch unterschieden sich die Versionen , je weiter man gen Meer kam . Leis flüstert Ric , ohne den Kerl anzublicken , Loreley. Kurz seuftzt sie auf und fährt ebenso leis fort , sie saß auf den Felsen weil sie auf den Geliebten wartete , Tag um Tag ... Nacht um Nacht ... über Jahre saß sie da und sang sich ihre Sehnsucht von der Seele ... doch er kam nicht . Fast als sie die Hoffnung begraben hatte und ins Kloster einkehren wollte näherte sich wieder ein Schiff und ihr Geliebter war zurück . Freudig rief sie seinen Namen gegen den Wind und er sah sie ... doch er verriss das Ruder und sein Schiff zerschellte an den Klippen wie all die Unglücklichen vor ihm . Die Maid starb innerlich , wollt nicht mehr Leben und sprang von dem Felsen , um ihrem Geliebten zu folgen . Man sagt , in den Fluten haben sie sich umarmt und nie wieder losgelassen und zu Vollmond hört man noch heut ihre liebliche Stimme über den Rhein erklingen .
Es gab eine Zeit da fühlte sich Ric wie jene Maid , als Aje dem Rhein übergeben wurde wär sie ihm auch gefolgt , wenn nicht ihre Freundin und der olle Käptn an Bord der Falkenelfe sie zurückgehalten hätten und wohl nur so wars zu erklären das Ric zum königlichen Maskenball als Loreley erschienen war .
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